Roadtrip 1.Teil

Mit dem womo in den Süden

 

 Road-Trip – von Deutschland über Frankreich durch die Schweiz nach Italien

 

Nun war es endlich so weit – unser erster Urlaub mit einem Wohnmobil ging endlich los. Wir hatten die Reise seit längerem geplant und waren riesig gespannt ob sie unsere Erwartungen erfüllt oder ob wir danach nie wieder mit einem solchen Gefährt verreisen wollten. Nun seit gespannt. 

 

Im Vorfeld hatten wir natürlich die Route bestimmt und eine Checkliste erstellt, was man bei so einem Trip benötigt. Wie sich rausstellte, war die Liste gut, zwei drei Kleinigkeiten haben wir im nachhinein ergänzt, die wir erst unterwegs als fehlend bemerkt haben. z.B. so was Einfaches wie einen Besen und eine Fußmatte. Wir haben uns dann zwischendurch die Bude mit einem alten Handtuch ausgekehrt.

 

Jetzt aber zur Reise. Da bei dem Womo-Vermieter ein Fehler unterlaufen ist, sind wir erst 2 Stunden später als geplant losgekommen. Für uns ist aber der Weg schon das Ziel, daher vermieden wir überwiegend die Autobahn und tuckerten über Land. Wir leben im Saarland und sind recht schnell in Frankreich. Unser erster Stop war Bitche um etwas Proviant zu besorgen. Von dort aus ging es dann weiter durch die Vogesen Richtung Elsass. An uns zog eine herrlich Landschaft vorbei und das Elsass entzückte uns mit mit seinen ursprünglichen Dörfern mit Fachwerkhäuschen und zahlreicher Landwirtschaft. Und hier verbrachten wir unsere erste Nacht. Wir wollten nicht jede Nacht auf einem Campingplatz verbringen und uns einfach dort aufhalten wo es uns gefällt, also bogen wir in einen ruhigen Feldweg ein, machten uns noch einen Abendsnack und verbrachten unsere erste Nacht im Wohnmobil. Und sie war gemütlich. Zumindest für mich. Unser Bett im Bus war quer und 1,90 m lang. Für meine 1,74 m war das optimal, Matthias konnte sich mit seinen 1,85 m nicht so gut ausstrecken, da wir das Kopfkissen nicht bedacht hatten. Am nächsten Tag gab ich ihm mein kleineres Ersatzkissen und dann hatte auch er prima geschlafen.

 

 

Unser nächstes Ziel war der Vierwaldstätter See in der Schweiz. Landschaftlich auch wieder ein Hochgenuss. Die Berge sind einfach der Hammer. Immer wenn wir bei früheren Reisen durch die Schweiz kamen, beschlossen wir irgendwann mal in der Schweiz Urlaub zu machen. Und jetzt erfüllten wir uns diesen Wunsch. Zumindest für einen Tag. Und jetzt sagen wir, dass wir auf jeden Fall mehr davon sehen möchten. Ich denke, die Bilder sprechen mehr als tausend Worte. Unser Ziel war eine ruhige Sackgasse, direkt am See im Ort Weggis. Den Tipp hatte Matthias aus einem Forum. Direkt vor uns war eine herrliche Liegewiese mit Blick auf den See, der umringt von Bergen war. Was für eine Aussicht. Wir genossen ein ausgiebiges Sonnenbad bis zum Sonnenuntergang. Am nächsten Morgen hatten wir außer ein paar weiteren Campern den See fast für uns allein und Matthias konnte in Ruhe den Sonnenaufgang fotografieren. Ein sauberes Toilettenhäuschen war auch vor Ort, was das ganze sehr komfortabel machte.  Nach einem späten gemütlichen Frühstück machten wir uns wieder auf den Weg, denn unser nächstes Ziel war der Lago Maggiore.

 

Was wir von nun an immer häufiger feststellten, war dass Italien nicht so viele Stellplätze oder Campingplätze hat, wie wir uns das vorgestellt hatten. Leider hatten wir erst gegen Ende unseres Urlaubs bemerkt, dass unsere App nichts taugte und eine bessere App gefunden hatten, nur da war der Urlaub fast vorbei. Die App heißt Park4night.

 

Auch sind in Italien ruhige Plätzchen oft mit einem Wohnmobil schwer zu erreichen, daher fuhren wir einen öffentlichen Strand, direkt am Lago an, der sich aber als sehr ruhig und mit seinen vielen Bäumen idyllisch rausstellte. Die öffentliche Toilette benutzen wir um unsere Wasserreserven aufzuladen und es war wieder kostenlos. Bis dato hatten wir noch keinen Cent für einen Stellplatz ausgegeben. Am Lago genossen wir wieder ein relaxtes Sonnenbad, machten am Abend noch einen Spaziergang und hatten eine angenehme Nacht. Unser Eindruck vom Lago Maggiore war ruhig und nicht so touristisch wie am Gardasee. Dort waren wir auch mal im April. Genau können wir das jedoch nicht sagen, da wir nur einen Teil gesehen haben. 

Den restlichen Urlaub wollten wir in Lingurien verbringen und das Highlight sollte Cique Terre mit seinen 5 Dörfern sein. Darauf freuten wir uns am meisten. Dass dieser Plan nicht in die Tat umgesetzt wurde, sollten wir noch sehen. Aber von vorne. Wir fuhren einen Strand in Bonasola an, das war in der Nähe von Cique Terre und erholten uns von der längeren Fahrt. Das Meer war herrlich. Am Abend sammelte ich noch ein paar Steine, das mache ich immer. Ich liebe diese kleinen Erinnerungen an den Urlaub. Und dann machten wir uns auf die Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit und die wurde abenteuerlich. Wir fuhren durch das Gebirge im Hinterland. Die Straße war sehr schmal und wir hofften nur, dass uns keiner entgegenkommen möge. Die Kurven waren so scharf, dass Matthias Mühe hatte, diese mit dem Bus in einem Zug zu nehmen. Manchmal musste er rangieren. Da wir nur einen Wohnmobilsstellplatz fanden, der leider schon voll war, stellten wir uns irgendwann einfach auf einen Parkplatz und hofften, dass uns niemand vertreiben würde. Wir hatten Glück. Wir hatten wieder eine ruhige Nacht auf einem Parkplatz direkt auf den Klippen. Unter uns ersteckte sich das Meer und wir hatten einen wundervollen Blick auf eines der 5 Dörfer (Monterosso al Mare) von Cique Terre.  An diesem Morgen wollten wir das erste Dorf besichtigen. Man kann in diese Dörfer nicht mit dem Auto fahren, was wir vorher schon wussten. Man besucht sie zu Fuss oder mit dem Zug. Geplant war dass wir laufen. Vor Ort bemerkten wir, dass dies knackig wird. Es war heiß und es ging lange bergab. Was bedeutete, zurück mussten wir bergauf. Normalerweise stelle ich mich nicht so an aber ich bin schwanger und schneller aus der Puste und das wollte ich uns einfach nicht zumuten. Ich wusste auch nicht ob ich über meine Kräfte ging und das Risiko wollte ich nicht eingehen. Also überlegten wir, was wir tun. Wie wir schon bemerkt hatten, waren die Straßen nicht so Womo-freundlich und wir stellten uns die Frage ob wir in Lingurien bleiben sollten. Wir entschieden uns kurzerhand dagegen und beschlossen in die Toskana zu fahren. Dort waren wir schon mehrfach und wir wussten was uns dort erwartet.

Unser erstes Ziel in der Toskana war ein Womo-Stellplatz in Lido di Camaiore, da wir nun doch mal unseren Strom aufladen mussten, das Chemieklo entleeren und unsere Vorräte auftanken mussten. Der Platz war direkt am Meer. Er war solala. Es gab Duschen, die nicht funktionierten und kostete 25 Euro die Nacht. Viel mehr können wir zu diesem Ort nicht sagen. Am nächsten Morgen fuhren wir weiter nach Lucca und verbrachten den halben Tag in der historischen Stadt. Sie hatte Charme mit den vielen kleinen Gassen und den beeindruckenden Marktplätzen. Doch seht selbst, die Bilder verschaffen Euch einen Eindruck. 

 

Den Nachmittag verbrachten wir wieder am Strand in der Nähe von Cecina in Marina di Bibbona. Es war schon recht viel los für diese Jahreszeit. Aber das Wetter war auch fantastisch. Für die Nacht fuhren wir noch ein Stück weiter bis nach Castagneto Carducci. Dort gab es einen Stellplatz, daran fuhren wir aber frech vorbei und stellten uns direkt ans Meer. Wir genossen den Sonnenuntergang und nachts im Bett hörten wir das Rauschen der Wellen. Das war soooo toll. Morgens war der Himmel noch rosa und es war ganz ruhig. Wir frühstückten und dann wurden wir von Bauarbeitern, die den Weg aufschütten wollten vertrieben. Egal, wir hatten gefrühstückt und die Nacht konnte uns niemand mehr nehmen. 

 

Teil 2 folg in kürze ...

 

 

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